Was ist der Unterschied zwischen aktivem und passivem Einkommen?

Aktives Einkommen

Als aktives Einkommen bezeichnet man eine Tätigkeit oder Tätigkeiten, bei denen man aktiv Arbeit, sei es körperliche und/ oder geistige Arbeit, erbringen muss. Das kennt jeder von uns, der berufstätig ist. Sei es im Büro, in einer Werkstatt oder der Briefträger, alle haben etwas gemeinsam: Sie tauschen ihre kostbare Zeit gegen Geld ein. 
Das ist der Zusammenhang, der aktives Einkommen beziehungsweise aktive Arbeit mit am Besten beschreibt. 

Wovon hängt mein Einkommen ab? Die Rahmenbedingungen.
Als erstes natürlich vom Verdienst pro Stunde. Als nächstes ist das Einkommen abhängig von der täglichen Arbeitszeit sowie der Anzahl von Arbeitstagen pro Woche bzw. im Monat.
Unabhängig vom Lohn kann man also sagen, wer viel Zeit in seine Arbeit steckt, kann auch viel Geld verdienen. Ein aktives Einkommen steht also immer in dem Zusammenhang, dass man Zeit und darin geleistete Arbeit gegen Geld eintauscht. Je nachdem, wie man die einzelnen Faktoren verändert, hat man eben am Monatsende mehr oder weniger Geld auf dem Konto.



Welche Vorteile bietet ein aktives Einkommen?

Die Vorteile des aktiven Einkommens liegen auf der Hand. Sind uns die Rahmenbedingungen bekannt, können wir uns genau errechnen, wie viel Geld wir verdienen können oder wie viel Zeit wir mit unserem Stundenlohn arbeiten müssen, damit wir problemlos über die Runden kommen, bis wir genug Geld für das neue Auto oder einen schönen Urlaub gespart haben.

Welche Nachteile bringt ein aktives Einkommen mit sich?

Der erste Nachteil ist für alle, die den Zusammenhang des Einkommens verstanden haben, leicht ersichtlich. Die Meisten von uns müssen sehr viel Zeit dafür investieren, um einen anständigen Monatslohn zu erwirtschaften. Oft verbringen wir mehr Zeit beim Arbeiten als mit der Familie, mit Freunden oder unseren Hobbys. Geschweige denn, dass wir einmal die Ruhe finden, uns Zeit für uns selbst nehmen zu können zwischen dem alltäglichen Stress und den Verpflichtungen.
Zweiter Nachteil: Jeder uns wird älter und schwächer, im schlimmsten Fall erkranken wir schwer und sind nicht mehr in der Lage dazu, unserer Arbeit nachzukommen. Viele Menschen werden wahrscheinlich mit ihrer Rente gerade so durch den Monat kommen, die Aussichten werden nicht besser, sondern schlechter. Im Falle einer schweren Krankheit stellt sich die Frage: „Bin ich ausreichend abgesichert, falls ich nicht mehr arbeiten gehen kann?“
Kurz gesagt: können wir unsere Arbeit nicht mehr machen oder gehen wir in Rente, fehlt oft eine angemessene Bezahlung, wir können unsere Rechnungen nicht bezahlen, verschulden uns oder müssen den gewohnten Lebensstil stark überdenken.
Auch kann man Faktoren wie zum Beispiel den Stundenlohn in aller Regel nicht selber bestimmen, eine ordentliche Gehaltserhöhung zu bekommen ist schwierig, gerade in unsicheren Zeiten. Wir sind also dauerhaft abhängig. Abhängig, unseren Job nicht zu verlieren und abhängig von der Gutmütigkeit unseres Chefs, ob er es für angemessen hält, uns besser zu bezahlen.
Das bereitet oft Kopfzerbrechen, denn kein Mensch mag es, dass seine Existenz zwangsläufig von den oben beschriebenen Faktoren abhängig sein zu scheint. Wir sehnen uns nach mehr Unabhängigkeit und finanzieller Freiheit. Doch wie können wir uns diese erarbeiten, wo wir doch ohnehin schon so wenig Zeit übrig haben?
Sehen wir uns doch einmal das passive Einkommen genauer an…

Passives Einkommen

Als passives Einkommen bezeichnet man Einnahmen, die nicht auf regelmäßige Arbeit zurückzuführen sind. Was nicht gleichzeitig heißt, dass man nicht auch dafür etwas Arbeit investieren muss. Je nachdem, wie hoch das passive Einkommen ausfallen soll, reicht es vielleicht, ab und zu am Wochenende mal etwas dafür zu tun oder man muss sich in die Sache hineinknien und so hart dafür arbeiten, als hätte man einen zweiten Hauptberuf. Es ist durchaus möglich, mit einem anfangs vielleicht kleinen passivem Geldzufluss irgendwann so viel zu verdienen, dass ein Hauptberuf in dem Sinne nicht mehr notwendig ist und man von seinem passiven Verdienst den Lebensunterhalt finanzieren kann und darüber hinaus. Das passive Einkommen hängt also nicht zwangsläufig von den geleisteten Arbeitsstunden ab.

Welche Vorteile bietet das passive Einkommen?

Wie bereits erwähnt, ist eines der Vorteile, dass das Einkommen nicht direkt mit den investierten Arbeitsstunden in Verbindung steht. Dadurch ist dem passiven Einkommen nach oben auch kaum eine Grenze gesetzt und es fließt immer das passive Geld auf das Konto, auch wenn man lange Zeit nicht aktiv gearbeitet hat, wenn der „passive Schneeball“ erst einmal ins Rollen gekommen ist.

Welche Nachteile birgt das passive Einkommen?

Für die Meisten wird der größte Nachteil sein, dass viel Geld möglichst schnell zu verdienen, ohne dafür etwas getan zu haben, so gut wie unmöglich bleibt, außer man zieht den Jackpot im Lotto. Kurz gesagt: auch ein passives Einkommen will verdient werden und man muss eben auch hier am Besten regelmäßig Zeit für investieren. Außerdem ist die Höhe des passiven Einkommens meistens sehr unterschiedlich und eventuell sogar abhängig von vielen Faktoren. Im schlimmsten Fall bricht die Quelle des Verdienstes ein oder man hat seine passive Arbeit zu lange vernachlässigt, um weiterhin damit gut verdienen zu können.

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