Aktien und Aktienfonds

Aktien

Aktien sind Wertpapiere, die von Aktiengesellschaften (AG) verkauft werden, um sich damit Eigenkapital zu beschaffen. Der Käufer der Aktie wird damit zum Gesellschafter, also zum finanziellen Teilhaber eines Konzerns. Somit wird man natürlich am Gewinn, aber auch am Verlust eines Unternehmens beteiligt. Man kauft für eine bestimmte Summe Geld eine gewisse Anzahl an Aktien zum gegenwärtig aktuellen Kaufpreis. Zum Beispiel investiert man 1000€ für 10 Aktien zum Stückpreis von 100€. Gewinnt das Unternehmen, von dem man die Aktien hält nun an Wert, zum Beispiel 10%, so ist jede Aktie, die man für 100€ erworben hat, nun 110€ wert. Verkauft man nun also seine Unternehmensanteile zu diesem Zeitpunkt, hat man damit einen Gewinn von 100€ eingefahren. Genauso geht die Rechnung aber auch anders herum, und das Unternehmen könnte beispielsweise einen Wertverlust von 10 % erleiden. Verkauft man dann, verliert man 100€ von seinem ursprünglichen Kaufpreis. Man kann sogar den kompletten Investierten Betrag verlieren, dieses Risiko darf man nie vernachlässigen. Aber genau so kann man mit den Wertpapieren auch einen großen Reichtum erwirtschaften. Wenn man sich etwas mit Aktien befasst und die Kurse der Titel beobachtet kann man feststellen, dass es Wertpapiere mit sehr viel Kursschwankungen gibt, aber auch solche, die in ihrem Kurs größtenteils stabil bleiben, also keinen großen Schwankungen nach oben oder nach unten ausgesetzt sind oder sich langsam aber konstant nach oben bewegen. Es ist also auch für jeden Anlagetypen etwas dabei, für den Zocker, aber auch für den eher Risikoscheuen Anleger, der sein Geld sicher wissen möchte. Meiner Meinung nach am Effektivsten ist eine langfristige Anlage in Aktien über viele Jahrzehnte. Schließlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass zum Beispiel der deutsche Aktienindex DAX seit seinem Start im Juli 1988 eine Performance von 950% bis Ende Juni 2018 hingelegt hat. Hinzu kommt die jährliche Auszahlung von Dividende, also der Gewinnbeteiligung der Aktionäre von den Konzernen. Eine bessere passive Einnahmequelle kann es kaum geben. Man kann also berechtigt behaupten, dass wer regelmäßig in Aktien über einen langen Zeitraum investiert und geduldig bleibt, am Ende des Tages seinen Gewinn davontragen wird. Trotzdem auch nochmal meine ausdrückliche Warnung vor dem Risiko von großen Verlusten oder sogar Totalverlusten durch den Handel mit Wertpapieren. Man sollte sich, bevor man beginnt, mit Aktien zu arbeiten, ausführlich von einem Berater bei der Bank beraten lassen und immer nur so viel Geld investieren, dass man dessen Verlust wirtschaftlich und natürlich auch nervlich verkraften könnte. Und NIEMALS mit geliehenem Geld in Aktien investieren oder sogar einen Kredit aufnehmen, um das Geld in Wertpapiere stecken zu können.

https://stock.adobe.com/de/images/wirtschaftsdiagramm/10713517?as_channel=affiliate&as_campaign=pexels&as_source=arvato&tduid=1f8ce062e61ec6313dea958bd9b945f3&as_channel=affiliate&as_campclass=redirect&as_source=arvato

Die Alternative: Aktienfonds

Aktienfonds kann man sich als Paket voll mit unterschiedlichen einzelnen Aktien und allen ihren Vor- und Nachteilen, wie oben beschrieben, vorstellen. Hier ist das Verlustrisiko aber geringer oder besser gesagt, auf viele Aktien verteilt. Wenn man einen Sack Äpfel kauft, muss man ja auch davon ausgehen, dass vielleicht zwei oder drei Äpfel davon nicht mehr genießbar sind. Dafür kriegt man aber eine größere Menge zum besseren Preis. Das Risiko, dass alle Aktien im Portfolio einen Totalverlust des Kurswertes erleiden, ist fast ausgeschlossen. Natürlich, man kann auch drei Mal vom selben Blitz getroffen werden… Der gesamte Gewinn oder Verlust ist also immer ein Abbild des Ergebnisses von allen Aktien im Fond. Hinzu kommt auch, dass Fonds von professionellen Fondsmanagements verwaltet werden, der Käufer also im Grunde genommen keine Arbeit mit dem erworbenen Produkt mehr hat. Allerdings verlangt die Bank für diesen Service natürlich auch Gebühren und Pauschalen, was den Gesamtgewinn unterm Strich also etwas ausbremsen könnte. Aktienfonds eignen sich besonders gut für Sparpläne, mit denen man zum Beispiel jeden Monat 50€ in den Aktienfond investiert, also Stückzahlen nachkauft. Diese Methode ist meiner Meinung nach auch sehr empfehlenswert, weil man so im Durchschnitt einen besseren Kaufpreis für sein Aktienportfolio erzielen kann. Man kauft mal Anteile zu einem Zeitpunkt nach, an dem die Kurse hoch stehen, man bekommt also weniger Aktienanteile für seinen Monatsbetrag. Im nächsten Monat stehen die Kurse vielleicht wieder günstiger und wir können mit unserem Geld mehr Anteile einkaufen. Somit bildet sich ein guter Durchschnitt des Kaufpreises auf Dauer. Auch hier ist aber eine Beratung durch einen Experten von der Bank wieder unerlässlich.

Quelle: https://www.godmode-trader.de/know-how/30-jahre-dax-als-die-kurse-laufen-lernten,6190065

Keine Gewährleistung auf Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben